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Triumph der Feldmarschallin

Triumph der Feldmarschallin

"Das größte Glück beschert Kathrin Göring und stellt damit die korrekte Rangfolge her, in der die Feldmarschallin Marie-Theres‘ Werdenberg die ungekrönte Königin eines „Rosenkavalier“ bleibt, ja sein muss. Es geht um weitaus mehr als die Spannung des zerwühlten Bettes, wenn sich mit bewegtem Nuancenreichtum die emotionale Kluft zwischen der Feldmarschallin und ihrem jungen Liebhaber Octavian gegen beider Wollen immer mehr weitet. Kathrin Göring hat für ihre erste ‚richtige‘ Sopran-Fachpartie über der in dieser Strauss-Partie ungewohnt dunklen, immer aparten Tiefe das perfekt über allen Situationen schwebende, textverständliche Parlando, faszinierende Höhen, gut dosiertes Edelmetall in den Kantilenen und dazu genau jenes undefinierbare Etwas, was ihrer Darstellung den Rang des Außerordentlichen verleiht. Viel Applaus, zu wenige Bravi." Quelle: Kunst und Technik, Roland H.Dippel

 

"Phänomenale Marschallin Die Fäden der Intrige und der Liebe laufen zusammen bei Kathrin Görings phänomenaler Marschallin. Leidenschaft und Melancholie -  sie legt ein ganzes Sängerleben in eine Rolle, die das ganze Leben bündelt - auf dem Gipfel der Schönheit, den Abstieg in die Vergänglichkeit allen Seins fest im Blick. Immer wieder neuen Gästern vertraute die Oper Leipzig in den letzten beiden Jahrzehnten diese komplexe Partie an. Excellente waren darunter - aber keine beseere als Göring." Quelle: LVZ, P. Korfmacher

"Im bewundernswert hohen Niveau des aus dem Leipziger Ensemble bewählten Damen-Terzetts ragte Kathrin Göring (vor Jahren offenbar schon als hitzsporniger Octavian dort ideal besetzt) nun als Feldmarschallin deutlich heraus; bei ihrer jugendlich-warmherzigen Ausstrahlung musste man schmunzeln, sie klagen zu hören, dass der Friseur sie alt gemacht habe. Ihre Monologe gestaltete sie außergewöhnlich zart, vibratoarm und mit fein fokussiertem Ton, der Strauss' komponierte Melodielinie umso leuchtender freigab. Eine absolut überzeugende Fürstin der leisen Art, deren Weisung und Wort im Palais umso nachdrücklicher Bedeutung gewannen: ihre Regentschaft im Durcheinander der Domestiken, Händler und Bittsteller, die ihr Gemach im ersten Akt fast sprengten, war ebenso überzeugend wie ihr innig-vertrauter Liebesdialog mit dem jugendlich ungestümen Octavian." Quelle: bachtrackt, M. Vieth

"Das Ensemble der Oper Leipzig, allen voran die drei Damen Olena Tokar, Kathrin Göring und Wallis Giunta wurden dieser Anforderung vollkommen gerecht. Harmonischer und klangschöner gibt es solch ein Trio selten zu hören. Die drei Sängerinnen debütierten gleichzeitig im Januar 2019 zur Wiederaufnahmepremiere dieser Inszenierung in ihren Rollen. Kathrin Göring verband als Marschallin den Wohlklang ihrer Stimme mit fein differenzierter Textgestaltung und sorgsamer Silbenbetonung. Im Dialog mit dem Baron Ochs auf Lerchenau, mit Karl-Heinz Lehner als echter Österreicher nicht besser zu besetzen, beeindruckte sie mit charmanter Koketterie. Im Gespräch mit Octavian wiederum wusste sie die gesamte einfühlsame Lebenserfahrung ihrer Partie zu vermitteln. Die Zuschauer hingen ihr an den Lippen bei den letzten geflüsterten Worten „Ich weiß auch nix. Gar nix“, bevor sie mit Octavian und Sophie in das Abschiedsterzett einstimmte." Quelle: Opernmagazin, D. Obens