default_mobilelogo

Liederabend

Die Leipziger Kathrin Göring (Mezzosopran) und Hendrik Bräunlich (Klavier) boten ihrem Publikum ein Konzert, das ebenso tief bewegte, wie zum Schmunzeln anregte.

Den Auftakt machte, anders als geplant, „Die Verschweigung“; vertont von Wolfgang Amadeus Mozart nach einem Text von C.F. Weiße. Die Noten für „Der Zauberer“ (ebenfalls von Weiße) und das Stück, das im Programm als erstes genannt wurde, seien abhanden gekommen, entschuldigte sich Bräunlich.


Kathrin Göring lies dieses kleine Missgeschick sofort durch ihren nicht nur stimmlich eindrucksvollen Vortrag vergessen. Jedes Augenzwinkern der 30-Jährigen wurde vom Publikum mit einem Schmunzeln quittiert. Wie überhaupt Mimik und Haltung der Solistin jedem einzelnen Stück Ausdruck und Bedeutung verliehen – über den stimmlichen Variantenreichtum der Sängerin hinaus.

Neben allgemein bekannten Stücken von Franz Schubert (unter anderem „Die Forelle“ und „Gretchen am Spinnrad“) sowie Hugo Wolfs Vertonungen aus dem Italienischen Liederbuch nach Paul Heyse hatten die jungen Künstler ein Anliegen: „Wir wollen eine Farbe, die nicht jeder kennt“, wie Bräunlich es ausdrückt, „zu Gehör bringen“.

Was ihnen gelang. Sie machten einen Abstecher über den Rhein mit dem „Catalogue de fleurs“ (Texte: Lucien Daudet). Zu deutsch bedeutet der Titel „Blumenkatalog“ und stammt von Darius Milhaud.

Acht Lieder von Richard Strauss bildeten den offiziellen Abschluss des Konzertes. Doch den Verzicht auf den „Zauberer“ wollte das Publikum ganz offensichtlich nicht so einfach hinnehmen. Dem langanhaltenden Beifall der Zuhörer folgte denn auch als Zugabe mit „Rote Rosen“ein weiteres Strauss-Stück.

Gesamter Artikel hier: www.kulturkreis-Springe.de